Windpark zwischen Hornburg und Osterode

Gleich hinter der Landesgrenze zu Niedersachsen, zwischen Hornburg, Seinstedt, Osterode und Rhoden ist ein Windpark geplant. Die Fläche soll ca. 330 ha; bis zu 13 Windkraftanlagen mit einer Höhe von ca. 250 m je Anlage sind vorgesehen.

In Hornburg wurde eine Online-Petition gegen dieses Vorhaben von der Initiative „Windpark in Hornburg verhindern“ gestartet und läuft bis einschließlich 19.12.2025.

 

zur Online-Petition

 

An mehreren Stellen, wie z.B. bei Bike and Barbecue oder im Autohaus Hornburg liegen zusätzlich Unterschriftslisten für diejenigen aus, die sich mit Online-Petitionen schwer tun. Ansprechpartner in Osterode sind: Olaf Chrost, Friedrich Neuhaus, Tanja Blauermel, Alex Waturandang. Durch Unterzeichnung der Petition oder der Unterschriftenliste könnt ihr euren Willen ausdrücken, dass der Windpark Hornburg NICHT gebaut werden soll.

 

 

Die Unterzeichner dieser Petition bzw. der Unterschriftenliste lehnen schon jetzt den Bau dieses Windparks aus wichtigen Gründen ab.

Umweltaspekte

Windräder nutzen seltene und teilweise nur unter erheblichen Umweltbelastungen zugängliche Rohstoffe, die zumeist in den ärmsten Regionen der Welt unter haarsträubenden Bedingungen abgebaut werden. Wir opfern also die Bevölkerung anderer Länder für unsere eigene „Energiewende“.

Umweltaspekt Kupfer

Für ein großes Windrad wird bis zu 5.000 kg Kupfer benötigt. Hinzu kommen noch gut 25 Tonnen Kupfer für Infrastruktur wie z.B. Zuleitungen.  Kupfer beziehen wir hier in Deutschland größtenteils aus Chile, dass circa ein Drittel der Weltkupferproduktion in Form von Erzen und Kupferkonzentraten liefert und mit 27,9 % über die derzeit größten Kupferreserven weltweit verfügt. Die größte Mine ist Chuquicamata in der nordchilenischen Atacama-Wüste, die vom chilenischen Staatskonzern Codelco betrieben wird und in der neben Kupfer auch Lithium abgebaut wird.

Eine Fallstudie des Umweltbundesamtes stellt hierzu fest (Zitat): „Unter den Umweltproblemen in Chuquicamata stellt, neben den Emissionen in Form von Schwefeldioxid (SO2) und Arsen, der Wasserverbrauch das größte Problem dar. Die Wasserproblematik muss dabei im größeren Kontext des Energie-Wasser-Nexus und der potentiellen Auswirkungen des Klimawandels betrachtet werden. Die extrem knappen Wasserressourcen in der Atacamawüste und der hohe Wasserverbrauch der Kupfergewinnung schaffen zudem Verteilungskonflikte, vor allem mit indigenen Bevölkerungsgruppe.“ 

Die Mine Chuquicamata liegt in der Atacamawüste, die zu den trockensten Orten der Welt zählt. Im Durchschnitt beträgt die jährliche Niederschlagsmenge in der Region zwischen 0,6 bis 2,1 mm – in der Sahara liegt der Durchschnitt bei 45,5 mm. 2011 entnahm CODELCO für den Betrieb der Chuquicamata-Mine 56.118.000 m³ Oberflächenwasser sowie 9.000 m³ Wasser aus der öffentlichen Wasserversorgung. Zudem ist das Abwasser der Mine hochgiftig und verschmutzt das wenige, für die Bevölkerung noch vorhandene Trinkwasser.

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Umweltaspekt PFAS

Durch Windräder sind gesundheitliche Nachteile für die Anwohner nicht ausgeschlossen, z.B. durch Mikroplastik und PFAS im Trinkwassereinzugsgebiet

PFAS (Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) sind so genannte „Ewigkeitschemikalien“ die, sind sie erst einmal in die Umwelt gelangt, über einen sehr langen Zeitraum nicht abgebaut werden können, weshalb die Wahrscheinlichkeit steigt, dass sie in Lebensmitteln vorkommen. Lebensmittel werden vor allem deshalb mit PFAS kontaminiert, weil die Chemikalien sich allmählich in Wasser, Fischen, Meeresfrüchten, Pflanzen und Tieren anreichern.

PFAS finden sich in Windrädern hauptsächlich in Beschichtungen von Rotorblättern um sie langlebiger und wetterbeständiger zu machen, in Kunststoffen von Kabeln und Isolatoren sowie in Schutzgasen für Schaltanlagen. Während des Betriebs gelangen PFAS z.B. durch Abrieb an den Rotoren in die Umwelt und reichern sich nach und nach im Boden an, was langfristig zu einer „schleichenden“ Belastung führt; insbesondere natürlich für nahegelegene bzw. umliegende Ökosysteme. Die Google-KI schreibt hierzu (Zitat): „Bioakkumulation: Es gibt Hinweise, dass Wildtiere in der Nähe von Windkraftanlagen höhere PFAS-Konzentrationen in Geweben aufweisen können. Die langfristigen Auswirkungen auf die Gesundheit dieser Tiere sind noch nicht vollständig erforscht, deuten aber auf mögliche Risiken hin.“

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (esfa) schreibt hierzu auf ihrer Website: „Lebensmittel können durch kontaminierte Böden und Wasser, die zum Anbau von Lebensmitteln genutzt werden, durch die Konzentration dieser Stoffe in Tieren über Futter und Wasser, durch Lebensmittelverpackungen, die PFAS enthalten, oder Verarbeitungsanalgenanlagen, die PFAS enthalten, kontaminiert werden.“

Weitere Gründe für die Ablehnung des Windparks sind:

  • Hornburg und die umliegenden Gemeinden verlieren durch den Windpark an Attraktivität für die Bevölkerung und den Tourismus
  • Zerstörung des Staatlich Anerkannten Erholungsortes Hornburg sowie Beeinträchtigung von VIA ROMEA, Grünes Band, Weser-Harz-Heide-Radweg
  • Speziell in Osterode sind Lärmbelästigung und Schlagschattenwurf (!) nicht auszuschließen

Windräder lassen Immobilienpreise sinken

Eine Studie des RWI – Leibniz Institut für Wirtschaftsforschung zeigt, dass Windkraftanlagen zu sinkenden Preisen von Einfamilienhäusern in unmittelbarer Umgebung führen können. Der Wert eines Hauses in einem Kilometer Entfernung zu einer Windkraftanlage sinkt im Durchschnitt um gut 7 Prozent. Für die Studie hat das RWI knapp 3 Millionen Verkaufsangebote auf dem Online-Portal Immoscout24 ausgewertet. Den Wertverlust der Immobilien führen die Forscher auf die negativen Auswirkungen von Windrädern auf ihre unmittelbare Umgebung zurück – etwa durch Lärm und die Störung des Landschaftsbildes. Am stärksten betroffen sind alte Häuser in ländlichen Gebieten. Hier kann der Wertverlust innerhalb des Ein-Kilometer-Radius sogar 23 Prozent betragen. Es ist nicht zu vermuten, dass die zukünftigen Betreiber des Windparks, die „Kirchlicher Energiekreislauf Freiflächen GmbH & Co. KG“, die in ihrer Mitteilung vom 18. September 2025 eine „Prognostizierte Zielrendite (IRR) von 6 bis 7 Prozent p.a. nach Kosten für die Investoren ausgelobt hat, euch einen Ausgleich für den Wertverlust euer Immobilie zahlen werden.

Geschützte Arten

Im Großen Bruch und im angrenzenden Fallstein wurden mit Hilfe von zahllosen ehrenamtlichen Helfern mühsam diverse Vogelarten wieder angesiedelt. Im Managementplan für das NATURA 2000-Gebiet „Fallsteingebiet nördlich Osterwieck“ ist zu lesen:

Zur Vermeidung der Beeinträchtigung von lokalen Populationen bestimmter Vogelarten des Anhang I VSRL, die zu einer Verschlechterung der Erhaltungszustände führen können, ist es entsprechend § 28 NatSchG LSA zum Schutz der besonders störungsempfindlichen und in ihrem Bestand gefährdeten Arten nicht gestattet, Bruten von Rotmilan, ggf. Schwarzstorch, Adlerarten, Wanderfalke und Kranich durch störende Handlungen wie Aufsuchen, Filmen oder Fotografieren zu beeinträchtigen oder zu gefährden. Brut und Aufzucht störende Handlungen sind in einem Umkreis von 300 Metern zu unterlassen. Die Niststätten dieser Arten dürfen in einem Umkreis von 100 Metern, im  Fortpflanzungszeitraum in einem Umkreis von 300 Metern, durch den Charakter des unmittelbaren Horstbereiches verändernde Maßnahmen, insbesondere durch Freistellen von Brutbäumen oder Anlegen von Sichtschneisen, nicht beeinträchtigt oder gefährdet werden. Dazu sind die forstwirtschaftliche Nutzung und die Jagdausübung im Umkreis von 300 m um Niststandorte der genannten Arten im Fortpflanzungszeitraum sowie in einem Radius von 100 m um die Niststandorte dieser Arten jegliche forstwirtschaftliche Maßnahmen, die zu einer Veränderung des Charakters des Gebietes, insbesondere zu einer Beeinträchtigung von Nest, Nestbaum und unmittelbarer Umgebung führen, auch außerhalb der Brutzeit zu unterlassen.

 

Bitte nicht falsch verstehen. Der Wiederstand richtet sich durchaus nicht gegen alternative Energien im allgemeinen, aber schon heute wird immer wieder mehr Energie durch Solar- und Windkraftanlagen produziert, als benötigt. Diese Überproduktion muss dann, oftmals ohne Bezahlung, an das Ausland abgegeben werden. Hin und wieder verlangen die Abnahmer sogar Geld für unseren überschüssigen Strom.

Was wir dringend brauchen, sind nicht noch mehr Windkraft- oder Solaranlagen, sondern ausreichende Stromspeichermöglichkeiten für die bereits vorhandenen Anlagen!

…..wird fortgesetzt